7 Wochen ohne JAMMERN

7 Wochen ohne JAMMERN

7 Wochen ohne jammern – Fastenzeit neu interpretiert

Jammern und Fastenzeit – wie passt das zusammen? Die Fastenzeit hat gerade begonnen und fordert uns heraus, zu verzichten oder eben auch dazu, Dinge einmal anders zu machen. Lädt uns so ein zu einem besonderen Abenteuer: dir selbst auf eine neue Art zu begegnen.

Ihren Ursprung und Verankerung hat die Fastenzeit im christlichen Glauben. Dennoch fasten heutzutage durchaus auch Menschen, die der Kirche bzw. der christlichen Lehre eher fern stehen. Sehr viele Menschen verzichten in dieser Zeit auf irgendetwas. Jeder wählt frei, auf was er/sie denn in den Wochen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag verzichten wird. In der Regel geht es hier um den Genuss von Alkohol oder Süßigkeiten. So mancher reduziert seinen Konsum von Fleisch.

Es wird etwas gewählt, worauf zu verzichten schwer fällt. Der Verzicht soll spürbar sein. Es geht so manchem auch darum, auszuprobieren, ob die Willensstärke ausreicht, den freiwillig gewählten Verzicht durchzuziehen.

 

Fastenzeit – Gewohnheiten neu überdenken

Die Fastenzeit kann aber auch eine Einladung dazu sein, Gewohnheiten neu zu überdenken. Ich finde es einen interessanten Ansatz, diese Zeit zu nutzen, zu reflektieren. Die eigenen Verhaltensweisen zu überdenken und vielleicht mal Neues auszuprobieren.

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, die Fastenzeit unter das Motto

 

Sieben Wochen ohne Jammern

 

zu stellen. Kommt harmlos daher, hat es aber ganz schön in sich.

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Jammern ist eine vertraute Gewohnheit

Kennst du die Begegnungen mit anderen, die auf die Frage wie es ihnen geht sofort beginnen sich zu beklagen? Egal was es ist – ob das Wetter zu kalt, zu naß oder zu heiß ist, oder der Kollege so ein „fauler Sack“ oder die Nachbarin einfach das Unkraut nicht entfernt oder die politische Lage so bedrohlich ist. Es wird geklagt und gejammert.

Wir sind es gewohnt, sofort einzusteigen und unseren Teil zum Gespräch beizutragen, den anderen zu bestärken und unsererseits noch etwas beizutragen zum Austausch. Vielleicht versuchen wir sogar den anderen zu toppen mit den schrecklichen Dingen, die uns so widerfahren.

 

Jammern hilft nicht

Wenn wir beginnen zu jammern oder zu klagen, dann bekommen wir im ersten Moment eventuell Aufmerksamkeit, fühlen uns wichtig und auch erleichtert, wenn wir „abladen“ können. Das fühlt sich für den Moment vielleicht ganz gut an.

Die Gefahr am Jammern und Klagen liegt in unserer inneren Haltung, die wir dadurch einnehmen. Sehr schnell können wir uns als Opfer fühlen, machtlos und ohne Hoffnung, etwas verändern zu können. Oder wir steigern uns in eine ohnmächtige Wut hinein.

Jammern führt zu einer inneren Einstellung, die verhindert, dass wir glücklich sein können. Wir handeln nicht und verharren im Gewohnten.

Ich lade dich ein, dich an die letzte Gesprächssituation zu erinnern, die von Klagen und Jammern bestimmt war. Wie hast du dich anschließend gefühlt? Warst du voll Energie und Freude? Oder war alles eher schwer und du warst niedergeschlagen oder frustriert?

 

 

Unsere Ausrichtung beeinflusst unsere Erlebnisse

Wenn wir klagen und jammern lenken wir unseren Fokus auf das, was nicht so ist, wie wir es gerne haben möchten.

Damit ziehen wir uns in eine negative Energiespirale. Je früher wir diese bemerken und verändern, umso besser für unser Wohlbefinden.

Mein Vorschlag für die kommenden sieben Wochen: sobald es dir in einem Gespräch auffällt, dass du oder dein Gesprächspartner dabei bist zu jammern, wechsle das Thema. Wähle etwas Positives.

Wenn du gefragt wirst, wie es dir geht, antworte mit etwas Erfreulichem. Vielleicht fällt dir etwas ein, wofür du gerade dankbar bist. Erzähle davon. Oder von etwas, was dir in den letzten Tagen gut geglückt ist. Oder, oder, oder.

Es wird sich am Anfang komisch und ungewohnt anfühlen, nicht von Dingen zu berichten, die deine Befindlichkeit vielleicht gerade beeinträchtigen. Bleib dran, denn mit jedem Mal wirst du mehr und mehr Spaß daran entwickeln. Versprochen.

Schnapp dir gleich jetzt mal ein Stück Papier und schreib alles auf, was dir gerade so an positiven Dingen in den Sinn kommt. Schreibe auch alles auf, wofür du im Augenblick dankbar bist. Nimm dir 10 Minuten Zeit und lass den Stift ununterbrochen über das Papier tanzen. Eine tolle Übung, die du natürlich beliebig oft wiederholen kannst, um deinen Fokus neu auszurichten.

 

Sei authentisch

Es geht nicht darum, dass wir nun in eine aufgesetzte Rolle schlüpfen und so tun, als sei ständig alles eitel Sonnenschein. Nein. Du sollst authentisch und ehrlich bleiben.

Es geht nur darum, die Sichtweise zu verändern. Immer wieder auch das Positive in den Fokus zu nehmen, unsere Energie so nach oben zu bringen und Freude zu fühlen.

Sich selber immer wieder neu auszurichten, so dass wir uns in einer guten Energie befinden, ist auch eine Form der Selbstliebe.

 

Ich wünsche dir gutes Gelingen und freue mich auf deine Erfahrungsberichte hier im Kommentar.

 

2 Kommentare an 7 Wochen ohne JAMMERN

  1. Liebe Jutta, einfach toll Deine Idee! Ich bin dabei und mache mit, denn das ist auch bei mir ein Thema und eine Herausforderung der ich jetzt gerne begegne.
    Vielen Dank für Deinen Anstoß!
    Liebe Grüße
    Heinrich

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Jutta Marx

Achtsamkeit und Gelassenheit sind für mich die Schlüssel zu einem Leben in innerem Frieden. Es ist egal, was das Leben dir präsentiert - wenn du bei dir bleibst, in deiner Mitte bist, dann kannst du mit allen Herausforderungen besser fertig werden. Auch die - manches mal extrem herausfordernde - Kinderwunschzeit lässt sich so besser bewältigen. Zeig dem Stress in deinem Leben jetzt die rote Karte!

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