Urlaubsgefühle im Arbeitsalltag

Urlaubsgefühle im Arbeitsalltag

Urlaubsgefühle und Alltag – ein Widerspruch in sich? Wohl dem, der jetzt aus vollem Herzen NEIN sagt.

Bei uns in Bayern sind gerade aktuell Pfingstferien. Urlaubszeit. Sehr viele Mitbürger scheinen verreist zu sein und die Stadt, in der ich lebe, ist in einen ganz eigenen Ruhemodus gefallen. Alles Geräusche wirken gedämpft und die Zeit scheint langsamer zu verstreichen. Die Menschen wirken gut gelaunt und sitzen lachend im Straßencafé. Blauer Himmel und Sonnenschein. Kaum einer hetzt über den Gehweg. Schlendergang ist angesagt.

Urlaubsgefühle kommen auf, offensichtlich auch bei den daheim gebliebenen.

 

Urlaubsgefühle trotz alltäglicher Arbeit

Ich liebe diese Tage, an denen kaum Menschen und wenig Autos auf der Straße sind. Wenn man mit dem Fahrrad durch die Stadt fährt, muss man nicht so extrem aufpassen wie sonst. Kaum andere Radfahrer und viel weniger Fußgänger, die ohne links und rechts zu schauen, rasch die Straßenseite wechseln wollen.

Das Wetter ist ganz wunderbar. Immer wieder so richtig schöne Badetage im Wechsel mit einem etwas kühleren Tag und nächtlichen Regenschauern. Für mich sind das perfekte Bedingungen, um mich wohl zu fühlen.

Mein Mann meinte am Wochenende, er sei schon richtig im Urlaubsmodus. Obwohl er berufsmäßig gerade ziemlich eingespannt ist. Urlaubsmodus. Was macht es eigentlich aus, dass man sich im Urlaubsmodus fühlen kann?

Vermutlich wird deine Antwort darauf ganz anders ausfallen als die meines Mannes oder die von meiner Nachbarin. So individuell wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind vermutlich auch die Dinge, die wir brauchen, damit wir uns wohl fühlen und erholen können.

 

Urlaubsgefühle und Glücksmomente

Manch einer braucht viel Bewegung, der andere hat Lust auf Party, der nächste braucht seine Ruhe und so weiter und so weiter. Doch egal, was es auch ist, es scheint darum zu gehen, die Freiheit zu haben, nur die Dinge tun zu können bzw. zu müssen, die einem gut tun.

Sich im Urlaubsmodus zu fühlen, lässt uns Glücksmomente erleben. Klick um zu Tweeten

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Ich wurde kürzlich in einer Fortbildung aufgefordert, mindestens 50 Dinge aufzuschreiben, die mir wirklich Freude machen. Ups! Das ist eine ganze Menge, dachte ich mir und war wirklich nicht davon überzeugt, dass ich diese Aufgabe würde erfüllen können.

Auf diese Liste sollte alles, was

  • mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert
  • mich die Zeit vergessen lässt
  • mir Energie gibt
  • mein Herz vor Freude zum Singen bringt
  • mich entspannt

 

 

Bevor du weiter liest, lade ich dich ein, dir ein Blatt Papier zu nehmen und mindestens 50 Dinge aufzuschreiben, die dir wirklich Freude machen.

 

Es müssen nicht nur die großen Dinge auf die Liste. Und ich kann dir aus Erfahrung versprechen, wenn du erst einmal eingetaucht bist in das Thema, dann wird der Stift nur so übers Papier tanzen.

 

Vorfreude verlängert den Glücksmoment

ice-cream-2194062_1920Liebst du den Moment, in dem du in der Eisdiele stehst und genüsslich alle Sorten betrachtest, sie quasi gedanklich schon auf deiner Zunge zergehen lässt?

Vorfreude ist ein nicht zu unterschätzender Genussfaktor und du lässt dir also viel Zeit. Erahnst sozusagen den Geschmack der einzelnen Sorten, während du sie so in der großen Eiscreme-Box betrachtest.

Wenn du dich dann entschieden hast und du die Kugel Eis, umhüllt von einer knusprigen Waffel, in deiner Hand hältst, kommt die Sekunde der Wahrheit. Du spürst das kühle, cremige Eis an deinen Lippen, auf deiner Zunge und lässt es im Mund schmelzen. Hmmm.

So, deine Liste ist jetzt fertig. Und nun?

 

Urlaubspause

Du hast jetzt schwarz auf weiß vor dir liegen, was dir Freude macht und wo du deine Batterien wieder aufladen kannst. Für manche Dinge brauchst du eventuell tatsächlich viel Zeit am Stück, doch es stehen bestimmt auch Dinge auf deiner Liste, deren Zeitaufwand überschaubar ist. Ich möchte wetten, dass du auch manches aufgeschrieben hast, woran du schon lange nicht mehr gedacht hast. Möglicherweise gibt es etwas, das du früher vielleicht sogar leidenschaftlich betrieben hast.

Je mehr Dinge wir täglich tun, die uns Freude bereiten, umso größer ist unser Glücksempfinden. Das ist wissenschaftlich mittlerweile bewiesen. Wir können damit einen Gegenpunkt setzen zu den Dingen, die uns belasten und erhöhen damit unsere Widerstandskraft gegen Stress.

 

Wenn wir Urlaubsgefühle gleich setzen mit der Freiheit, Dinge zu tun, die uns wirklich Freude machen, dann ist jeder der Punkte, die du aufgeschrieben hast, für dich eine „Urlaubspause“. Also eine Pause im Alltag, die Urlaubsgefühle auslöst und dich so in den Urlaubsmodus bringt.

 

Gut geplant ist halb gewonnen

Jetzt kommt die eigentliche Herausforderung: nimm dir deinen Terminkalender und baue mindestens wöchentliche kleine Urlaubspausen ein. Täglich wäre optimal.

Oh, ich kann dich schon durchschnaufen hören. „Wo soll ich denn bitte die Zeit hernehmen? Das ist doch Stress. Hat nichts mit Urlaubsmodus zu tun“. Halt. Stopp.

Stell dir die Frage „Wie bekomme ich es hin, dass ich mir täglich etwas Gutes tun kann?“

 

Für die Menschen, die überhaupt keine Zeit haben

Hast du Dinge auf der Liste, die wenig Zeit beanspruchen? Vielleicht kannst du damit anfangen. Zum eingewöhnen erst einmal 5 Minuten täglich und an deinem freien Tag 30 Minuten. Wenn dir das zum Ritual geworden ist, dass du Zeit hast, die du ausschließlich deiner Freude widmest, dann beginne damit, die Zeit auszudehnen. Was spricht dagegen einmal im Monat einen Tag ganz deiner Freude zu widmen?

 

Urlaubsgefühle in den Alltag retten

Wenn du im Urlaub warst, deine Zeit genossen und total erholt zurückgekommen bist, dann kommt die Herausforderung, sich das Urlaubsfeeling möglichst lange zu bewahren. Wie das gelingen kann, darüber kannst du hier weiterlesen: http://jutta-marx.de/wie-du-dein-urlaubsfeeling-in-den-alltag-rettest/

Am leichtesten bleibst du im Urlaubsmodus, wenn du es dir schon zur Gewohnheit gemacht hast, täglich Dinge zu tun, die dir Freude bereiten und dich in einen entspannten Zustand bringen.

Was hast du in den nächsten Wochen als Urlaubspause in deinen Kalender geschrieben? Teile es mit mir und meinen Lesern im Kommentar und inspiriere uns!

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Jutta Marx

Achtsamkeit und Gelassenheit sind für mich die Schlüssel zu einem Leben in innerem Frieden. Es ist egal, was das Leben dir präsentiert - wenn du bei dir bleibst, in deiner Mitte bist, dann kannst du mit allen Herausforderungen besser fertig werden. Auch die - manches mal extrem herausfordernde - Kinderwunschzeit lässt sich so besser bewältigen. Zeig dem Stress in deinem Leben jetzt die rote Karte!

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