Wie du aus dem Gedankenkarussell rauskommst (und Gelassenheit gewinnst)

Wie du aus dem Gedankenkarussell rauskommst (und Gelassenheit gewinnst)

Gedankenkarussell. Kennst du diese Momente, in denen dir bewusst wird, dass du ständig dasselbe denkst und es dir schwer fällt, einen anderen Gedanken klar zu Ende zu führen, weil du immer wieder abschweifst?

Oder hast du es schon einmal erlebt, dass du nachts im Bett liegst und nicht in den Schlaf findest, weil du eins ums andere Mal den gleichen Gedanken wälzt? Es geht sehr vielen Menschen so. Tag für Tag. Irgendein Ereignis in ihrem Leben ist so einschneidend, dass alles Denken und Fühlen davon dominiert wird.

Dann ist die Gedankenfalle zugeschnappt und das Gedankenkarussell hat volle Fahrt aufgenommen!

 

Die Fahrt mit dem Gedankenkarussell kann jeden treffen

Besonders betroffen von dem immer schneller drehenden Gedankenkarussell sind Menschen, die eine Entscheidung zu treffen haben, die ihnen Angst macht. Für und Wider werden immer wieder aufs Neue ergebnislos durchdacht.

Auch Verluste jeder Art können Auslöser sein von zermürbenden Gedankenfallen. Wer hat noch nie erlebt, dass er sich Sorgen macht um die Zukunft? Das kennt wahrscheinlich jeder in der einen oder anderen Form. Wenn Sicherheiten wegbrechen oder wir liebe Menschen gehen lassen müssen, beginnen bei so manchen in Gedanken der Art „hätte ich bloß …“.

Und die meisten Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, kennen diese Endlosschleife. Wenn man an nichts anderes mehr denken kann als an das Baby, das man so gerne im Arm halten würde. Der Kinderwunsch beherrscht auf einmal alles. Als Folge taucht häufig die „Warum-Frage“ auf – so in der Art „warum klappt es bei mir nicht und andere müssen nur daran denken und schwupps ist es passiert“, „warum ist die Welt so ungerecht“, „warum lassen andere abtreiben und ich würde mich so freuen und werde nicht schwanger“. Diese oder ähnliche Fragen können stunden- und tagelang das Denken beherrschen.

WARUM“ – diese Frage taucht bei so vielen Menschen in den unterschiedlichsten Zusammenhängen auf – sie lässt sich nicht beantworten, ist quälend und extrem destruktiv. Es braucht eine Alternative. Wie wäre es, wenn du die Frage veränderst? Probiere doch einmal stattdessen zu fragen „was kann ich daraus lernen?“ oder „was kann ich jetzt für mich tun?“

 

Das Gedankenkarussell stört die Nachtruhe

Besonders nachts, wenn alles zur Ruhe kommt und die Ablenkung im Außen weg fällt, dann melden sich die Gedanken in ihrer Dauerschleife immer lauter zu Wort. Ein- und Durchschlafen klappt bei manchen nicht mehr so gut. Fehlt uns regelmäßig der erholsame Schlaf, beginnen unsere Nerven recht schnell zu leiden. Sie werden „dünner“, wie man so schön sagt. Vielleicht beginnst du ungeduldig mit dir selber zu sein und andere Menschen aggressiv anzusprechen. Obwohl du das gar nicht willst, du dich selber nicht leiden kannst, wenn du so bist. Die gute Nachricht ist: du bist deinen Gedanken nicht machtlos ausgeliefert. Viele Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung.

Was tust du, wenn du im Gedankenkarussell eine Runde nach der anderen drehst? Wie kommst du da raus?

 

Ablenkung hilft nicht immer

Hast du schon erlebt, dass die Ablenkung mit Fernsehschauen nicht funktioniert hat? Es liefen zwar bunte Bilder über den Schirm, doch du hast davon nichts mitbekommen, weil du in deiner eigenen Welt warst und weitere Runden auf deinem Gedankenkarussell gedreht hast. Oder du bist mit anderen bei Tisch gesessen, doch das Gespräch ist an dir vorbeigezogen, denn du warst nur körperlich anwesend, geistig warst du ganz weit weg.

Du bemerkst, was passiert, hast aber nicht im Ansatz eine Idee, was du tun kannst, die Situation zu verändern?

 

Du kannst Einfluss nehmen

Wusstest du, dass du nur einen Gedanken zur gleichen Zeit haben kannst? Du kannst extrem schnell einen Gedanken nach dem anderen denken, doch niemals zwei zur gleichen Zeit.

Und das kannst du dir zunutze machen, um Gedanken zu stoppen, die dir gerade nicht gut tun. Manchmal reicht es schon innerlich ein ganz klares STOPP zu sagen. „Stoppe diesen Gedanken“. In den Augenblick, in dem er beginnt aufzutauchen sofort ein STOPP setzen. Hört sich banal an. Ist es auch. Banal und extrem wirksam.

Als nächstes gib deinem Geist etwas anderes zu tun. Lenke deine Aufmerksamkeit ganz bewusst. Das hat man schon mit der alt bewährten Methode des Schäfchenzählens gegen Einschlafschwierigkeiten bezweckt.

 

Woher kommen deine Gedanken?

Beobachte einmal woher dein nächster Gedanke kommt. Möglicherweise wird es in diesem Augenblick ganz still in deinem Kopf. Huch, was passiert jetzt? Spekuliere, was dein nächster Gedanke sein wird. Oder wann wird er auftauchen? Spiele mit deinen Gedanken. Werde einfach zum Beobachter. Dadurch verliert der Inhalt deines Gedankens seine Stärke, denn du bleibst als Beobachter mit deiner Aufmerksamkeit beim Gedanken an sich. Wo wird der nächste Gedanke auftauchen? Das hält deinen Geist ziemlich beschäftigt.

Überprüfe den aufkeimenden Gedanken und erlaube dir ganz bewusst zu fragen „ist das, was ich da denke, wirklich wahr?“ Nimm dir die Freiheit, neu zu denken. Entscheide dich, diesen Gedanken ziehen zu lassen. Erlaube dir einen neuen Gedanken.

 

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Hast du schon einmal ganz bewusst eine Gedankenschleife erschaffen? Wie fühlt es sich an, wenn du dir bei jedem Einatmen sagst „ich bin wertvoll“? Wie verändert sich dein Körper, dein Gefühl, deine Stimmung? Hat das Gedankenkarussell pausiert?

 

Nimm deinen Körper wahr

Sehr bewährt hat es sich, die Wahrnehmung auf den Körper zu lenken. Ganz bewusst den Körper zu spüren. Das geht überall, wo du bist. Lenke die Aufmerksamkeit auf deine Füße. Spüre, wie sie den Boden berühren, wo vielleicht ein Schuh sie umgibt. In dem Augenblick, in dem du dich voll auf den großen Zeh deines rechten Fußes konzentrierst, ist kein Platz für irgendwelche anderen Gedanken.

Oder nimm deinen Rücken und seine Haltung wahr. Einfach nur spüren, was gerade ist. Oder konzentriere dich auf deine Hände, berühre mit dem Daumen der einen Hand die Handfläche der anderen Hand und über sanften Druck aus.

Deinen Körper zu spüren bringt dich sofort ins Hier und Jetzt. Klick um zu Tweeten

Genau dieses bewusste wahrnehmen deines Körpers trainiert eine bekannte Achtsamkeitsübung – der Bodyscan. Beim Bodyscan gehst du Schritt für Schritt durch deinen ganzen Körper. Nimmst einfach nur wahr, was ist. Bist in einem Zustand vollkommener Wertfreiheit. Einfach nur wahrnehmen. Alles darf sein. Dein Geist wird still, denn er ist mit beobachten beschäftigt. Und wie wohltuend ist diese Stille deiner Gedanken!
Während du mit deiner Wahrnehmung durch deinen Körper wanderst, mag es sein, dass Gefühle auftauchen. Ungeduld, Traurigkeit, Ärger, Wurt, Langeweile – alles ist möglich. Und alles darf sein. Dein Körper ist vollständig entspannt, dein Atem fließt ruhig und du beobachtest das auftauchende Gefühl. Das ist alles, was du tust.

Durch diese annehmende, offene innere Haltung verändert sich das, was da auftaucht. Nach dem Bodyscan bist du entspannt. Du wirst bemerken, dass du während des Bodyscans vollkommen in deinem Körper warst und das Gedankenkarussell Pause hatte. Wohltuende Pause.

 

Der Bodyscan – eine kostenfreie Audio-Anleitung

Gedankenkarussell bodyscan

 

Regelmäßiges durchführen des Bodyscans (am besten täglich) hilft dir, deine Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen und Souveränität und Entscheidungsfreiheit zurück zu gewinnen. Du bist die Meisterin, der Meister deine Gedanken.

Der Bodyscan erfordert ein wenig Übung und es ist hilfreich, sich eine geführte Anleitung dazu anzuhören. Nach einigen Durchgängen hast du ihn so verinnerlicht, dass du ohne diese durch deinen Körper reisen kannst. Hol dir zum Erlernen dieser hilfreichen Technik meine kostenlose Audiodatei .

 

Konzentriere dich auf eine Tätigkeit

Eine andere Möglichkeit, das Gedankenkarussell zu durchbrechen, ist die intensive Beschäftigung mit einer Sache, die deine volle Konzentration erfordert. Vielleicht magst du mal ein Mandala malen. Das bringt dich in deine Mitte, du konzentrierst dich aufs Malen.

Wenn dein Gedankenkarussell nachts läuft und du gerade keine Lust hast auf den extrem hilfreichen Bodyscan, wie wäre es, rückwärts von 100 zu zählen? Wenn du einen Fehler machst, musst du wieder von vorne anfangen.

Wann hast du zuletzt ein Gedicht rezitiert? Auch das erfordert eine hohe Konzentration. Lerne ein Gedicht auswendig und sage es laut auf. Da hat der penetranteste Gedanke keine Chance mehr. Funktioniert auch mit einem Lied. Bei beiden Varianten achte unbedingt auf den Text. Texte, die dich traurig oder wütend machen, also Gefühle auslösen, die dich runterziehen, sind nicht geeignet. Lass die Finger davon. Suche dir etwas Bestärkendes aus, was dich in eine gute Laune versetzt oder schöne, angenehme Gefühle auslöst.

Mehr zum Thema „Gedankenkarussell stoppen“ findest du in diesem Artikel http://jutta-marx.de/gedankenkarussell-monster/

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Quelle Bilder: Fotolia

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Jutta Marx

Achtsamkeit und Gelassenheit sind für mich die Schlüssel zu einem Leben in innerem Frieden. Es ist egal, was das Leben dir präsentiert - wenn du bei dir bleibst, in deiner Mitte bist, dann kannst du mit allen Herausforderungen besser fertig werden. Auch die - manches mal extrem herausfordernde - Kinderwunschzeit lässt sich so besser bewältigen. Zeig dem Stress in deinem Leben jetzt die rote Karte!

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