Selbstliebe und ihre Folgen

Selbstliebe und ihre Folgen

Als ich mich selbst zu lieben begann …

… so beginnt eine Reihe von Versen, die seit einigen Jahren durchs Internet geistern. Und beinahe jeden im Herzen berühren.

Sie werden Charly Chaplin als Geburtstagsrede zugeschrieben, angeblich gehalten im Jahre 1959. Chaplins Familie scheint laut einem Beitrag im Netz davon nichts zu wissen.

An anderer Stelle findet man den Hinweis, dass das Original von Kim McMillen stammt und erst 1996 geschrieben wurde. Ein treuer Chaplin-Fan hat angeblich dieses Werk übersetzt und dann als Rede Chaplins veröffentlicht.

Es kursieren in beiden Sprachen unterschiedliche Versionen im Netz. Die Wortlaute sind nicht identisch, der Inhalt immer sehr berührend.

Hier eine Version von Kim McMillen und noch eine Seite mit einer abweichenden Originalversion samt Übersetzung ins Deutsche.

Ich weiß nicht, welche der Angaben, die so durchs Internet geistern, stimmen und lade dich ein, bei Interesse selber zu recherchieren und dir deine eigene Meinung zu bilden. Aus der „Chaplin-Rede“ habe ich mal vier Verse als Zitate rausgenommen und mir meine Gedanken dazu gemacht.

 

Selbstliebe – und dann?

Ja, was passiert denn nun, wenn wir uns wirklich selber lieben? Welche Veränderungen werden in Gang gesetzt, wenn wir damit anfangen?

Wir beginnen sehr schnell uns von dem zu befreien, was uns nicht dienlich ist. Auf einmal werden wir wach für das, was wir wirklich brauchen. Auf allen Ebenen – körperlich, emotional, spirituell, geistig – zeigen sich unsere Bedürfnisse.

 

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Selbstliebe verändert die Ernährungsgewohnheiten

Wir nehmen wieder wahr, welche Nahrung uns gut tut und uns Energie gibt. Bemerken immer schneller, welche Nahrung unseren Körper belastet, uns Energie raubt. Und da wir uns lieben, werden wir nur noch das essen und trinken, was uns förderlich ist. Lassen das weg, was uns schadet. Geben unserem Körper das, was er braucht, um vital und beweglich zu sein.

Wenn wir beginnen uns zu lieben, achten wir verstärkt auf unsere Gefühle. In welchen Situationen spüren wir Unwohlsein? Wollen wir in der Situation bleiben? Was können wir tun, um diese Situationen so zu verändern, dass wir uns wohl fühlen?

 

Selbstliebe verändert unsere Beziehungen

Mit welchen Menschen umgeben wir uns? Tun sie uns gut? Oder ziehen sie uns mit dem, was sie sagen und tun, immer wieder runter? Entfernen wir uns von uns selbst, wenn wir mit diesen Menschen zusammen sind? Wenn wir uns lieben, dann achten wir auf einmal darauf, dass wir mit Menschen, die uns gut tun und die eine förderliche, wertschätzende Energie ausstrahlen, unsere Zeit verbringen. Es ist total spannend zu beobachten, wie wir dadurch, dass wir mehr Selbstliebe entwickeln, eine ganz andere Ausstrahlung bekommen. Und so in Resonanz mit Personen gehen, die vorher nicht mit uns „auf einer Wellenlänge“ lagen. Wir ziehen auf einmal Menschen in unser Leben, die auch diese Liebe ausstrahlen.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann, befreite ich mich von allem , was nicht gesund ist für mich – Nahrung, Menschen, Dinge, Situationen – und von allem, was mich herunterzieht und mich von mir wegzieht. Erst nannte ich diese Haltung einen „GESUNDEN EGOISMUS“. Heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

 

Selbstliebe schenkt uns Freiheit

Und je mehr wir aufwachen, je mehr wir uns lieben, umso selbstverständlicher leben wir unsere Bedürfnisse aus, erlauben uns die Freiheit, so zu sein wie wir wirklich sind und unser Leben so zu leben, wie es uns tatsächlich entspricht. Wir bemerken es immer schneller, wenn jemand unsere Freiheit beschneiden möchte und uns etwas abverlangt, was sich mit unseren wahren Bedürfnissen nicht deckt.

Der schlimmste Antreiber sind wir in der Vergangenheit oft selber gewesen. „Weil man das eben so macht“ haben wir uns selber in Verhaltensweisen gezwungen, die uns nicht entsprachen. Haben uns Leistungen abverlangt, die uns Magen- und Kopfschmerzen beschert haben.

Manches Mal haben wir uns vielleicht rücksichtslos vorwärts getrieben, haben Leistungsgrenzen missachtet. Die Selbstliebe wird diesem Verhalten rigeros einen Riegel vorschieben. Wir beginnen, uns selbst mit großem Respekt zu behandeln.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemand beleidigen kann,

wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzudrücken,

obwohl ich wusste, dass die Zeit nicht reif war und der Mensch nicht bereit,

und auch wenn ich selbst dieser Mensch war.

Heute weiß ich: Das nennt man RESPEKT

 

Hört sich doch schon mal richtig gut an, oder? Sich selbst lieben und dadurch echte innere Freiheit gewinnen.

 

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Selbstliebe bringt uns in Balance

Wenn wir uns selber lieben und unseren Körper so annehmen, wie er ist, dann erwacht in uns wieder eine innige Beziehung zu den Signalen unseres Körpers. Wir hören wieder aufmerksamer zu, was er uns zu erzählen hat. Spüren in uns hinein, was uns der aktuelle Schmerz tatsächlich sagen will. Wo ist etwas ins Ungleichgewicht geraten? Was können wir tun, um wieder in die Balance zu kommen? Auch wenn wir Leid erfahren, können wir aus einer selbstliebenden Position heraus besser damit fertig werden. Wenn wir uns selbst lieben, dann werden wir die Warnungen des Lebens schneller und leichter verstehen, da wir mit uns in innigem Kontakt sind.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid

nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

 

Selbstliebe klärt unsere Gedanken

Unsere Gedanken bestimmen unsere Gefühle. Wir denken ca. 60.000 Gedanken am Tag. Und der größte Teil davon ist alles andere als förderlich. Glücklicherweise haben wir die Macht, einfach Stopp zu sagen, wenn nur noch destruktive Gedanken im Kopf rumspazieren. Wahrnehmen, dass sie kommen und sofort weiterziehen lassen, ohne sie zu beachten ist eine simple, doch wirkungsvolle Methode.

Selbstliebe schärft die Wahrnehmung für unseren Körper und Geist auf allen Ebenen. Wir sind viel aufmerksamer, sensibler für jede Veränderung unserer Gefühle und bemerken so destruktive Gedanken wesentlich früher. Es ist möglich diese zu stoppen, bevor wir darin festhängen und ganz bewusst neu zu denken.

Je mehr wir uns selbst lieben, umso wichtiger nehmen wir unsere Gefühle und machen unser Herz ganz weit. Wir verbinden so unsere Gedanken und unsere Gefühle zu einem starken Duo und beginnen die Herzensweisheit zu kultivieren.

 

Als ich mich zu lieben begann,

da erkannte ich, dass mich mein Denken behindern und krank machen kann.

Als ich mich jedoch mit meinem Herzen verband, bekam der Verstand einen wertvollen Verbündeten.

Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

 

Ich wünsche dir Zugang zu deiner Herzensweisheit und jede Menge Liebe zu dir selbst. Du bist wertvoll – so wie du bist. Lass es dir gut gehen.

 

Welche Erfahrungen hast du mit Selbstliebe bisher gemacht? Was hilft dir, sie zu intensivieren? Schreib deine besten Tipps in den Kommentar.

 

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Hier sind noch zwei Artikel, die zum Thema passen:

http://jutta-marx.de/selbstliebe_glueck/

http://jutta-marx.de/warum-faellt-nein-sagen-so-schwer/

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Jutta Marx

Achtsamkeit und Gelassenheit sind für mich die Schlüssel zu einem Leben in innerem Frieden. Es ist egal, was das Leben dir präsentiert - wenn du bei dir bleibst, in deiner Mitte bist, dann kannst du mit allen Herausforderungen besser fertig werden. Auch die - manches mal extrem herausfordernde - Kinderwunschzeit lässt sich so besser bewältigen. Zeig dem Stress in deinem Leben jetzt die rote Karte!

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