Wie du dein Urlaubsfeeling in den Alltag rettest

Wie du dein Urlaubsfeeling in den Alltag rettest

Rette dein Urlaubsfeeling in den Alltag und biete dem Stress Paroli

Ein kurzer Moment reicht aus und schon bin ich wieder in Gedanken an diesem ganz besonderen Ort. Von ihm geht für mich etwas Magisches aus. Dort fühle ich mich grenzenlos frei und gleichzeitig nehme ich intensiv die Verbundenheit mit allem, was ist, wahr.

Ein Gefühl, dass ich mit Worten nur unzureichend beschreiben kann. Stress kommt dort nicht vor.

Kennst du das auch? Hast du auch so einen ganz speziellen Ort? Wie sieht dein Ort aus, was macht ihn so besonders?

 

 

Stress gibt es nicht an meinem magischen Ort

Mein magischer Ort befindet sich weit weg von meinem Wohnort. Es ist eine Plattform, ganz einfach und schlicht, in eine felsige Steilküste eingearbeitet. Wenn ich dort sitze, breitet sich vor mir der Atlantik und über mir ein grenzenloser Sternenhimmel aus.

Akustisch begleitet wird die Szenerie von den Gelbschnabelsturmtauchern, die tagsüber unterwegs sind und nachts kommen, um ihre Jungen zu versorgen. Da die Sicht dann doch eingeschränkt ist, läuft die Verständigung akustisch. Ganz unverwechselbare Schreie setzen ein, sobald die Dämmerung hereinbricht.

Auf dieser Seite werden sie beschrieben und man kann sich ihren lustigen Ruf anhören: http://www.andreas-stieglitz.de/html/sturmtaucher.html

Hör doch mal rein. Für mich ein echtes Urlaubsgeräusch. Urlaubsfeeling auf Abruf.

 

Stress? Was soll das sein?

Hier auf dieser Plattform könnte ich stundenlang sitzen. Völlig losgelöst fühle ich mich da. Stress? Alltagssorgen? Alles ausgelöscht.

Ganz besonders magisch ist es dort für mich, wenn der Tag sich verabschiedet und die Dunkelheit langsam kommt. Immer deutlicher sind die Sterne zu sehen. Die Milchstraße wirkt zum Greifen nahe. Manchmal zaubert der Mond ein ganz besonderes Licht aufs Wasser.

Ich liebe die Geräusche des Meeres, die sich ständig ändern und diesen ganz speziellen Geruch.

Windstill ist es ganz selten und so spürt man sanft oder etwas deutlicher den Wind, der über das Gesicht streicht. Zärtliche Liebkosung. Urlaubsfeeling.

 

Nur dieser Moment zählt

Ganz selten war außer mir und meinem Mann abends noch jemand auf der Plattform. Und wenn doch, schwiegen die Menschen. Sie schienen auch diesen besonderen Zauber zu fühlen und zu genießen.

Dort zu sitzen bedeutet für mich auch ganz im Moment zu sein. Es gibt kein gerade eben und keine nächste Minute. Nur den Moment. Die Zeit steht auf ihre Weise nicht still, hat aber eine ganz andere Qualität. Präsenz.

Das ist es, was mir tiefste Entspannung bringt. In diesem Moment zu sein. Einfach nur zu sein.

Kennst du auch diese Momente? Im Urlaub scheint alles irgendwie leichter zu sein. Lockerer.

Doch was, kannst du tun, damit im Alltag nicht gleich wieder der Stress die Oberhand gewinnt? Wie kannst du dir dieses Urlaubsfeeling in deinen Alltag retten? Hier drei Tipps aus eigener Erfahrung:

 

Tipp 1: Schaffe dir einen Anker

Ein Anker hilft, die Erinnerung an das Urlaubsfeeling wach zu halten.

Um mir von dieser tiefen Entspannung, von dieser Präsenz, etwas in den Alltag zu retten, unterstützt mich ein Anker. Also etwas, was ich mit diesem wunderbaren Gefühl verbinde. Ein Anker erinnert mich immer wieder an das Gefühl, bringt es mir zurück.

 

Visueller Anker

Jeder Mensch ist anders. Für den einen ist ein visueller Anker perfekt. Das könnte in meinem Beispiel ein Bild vom Ausblick von der Plattform sein. Dieses, als Bildschirmschoner eingesetzt, erinnert mich mehrmals täglich an das Gefühl der Entspanntheit, der Präsenz. Oder ich drucke das Bild aus und platziere es so, dass mehrmals täglich mein Blick darauf fällt.

 

Akustischer Anker

In meinem Beispiel ist es das Rauschen des Meeres und der Ruf der Gelbschnabelsturmtaucher. Diesen habe ich aufs Handy gespeichert und er ist immer abrufbar, wenn ich mich gerade einmal aus dem Alltag rausziehen möchte und das Urlaubsfeeling wieder brauche.
Erinnere dich an ein gutes Gefühl und lasse es ganz intensiv werden. Klick um zu Tweeten

 

Das funktioniert genauso gut mit Musik. Vielleicht gab es ein ganz bestimmtes Lied, das immer abends im Lokal lief? Oder während der Autofahrt? Lade dir das Lied aufs Handy und lass es laufen, wenn du dich gut fühlen willst. Vor der Arbeit, in der Pause oder auf dem Weg nach Hause. Dreh auf.

 

Anker zum Anfassen

Gibt es einen Gegenstand, den du mit deinem Urlaub verbindest? Vielleicht ein Fundstück wie eine Muschel oder ein besonderes Holz?

Oder hast du dir ein besonders schönes Tuch oder ein Schmuckstück gekauft, als du in einer so richtig guten Stimmung warst?

Das kann dein Anker sein. Wann immer du es in die Hand nimmst, versetze dich zurück in die entspannte, fröhliche Stimmung, in der du warst als es in deinen Besitz gelangte. Lass dieses gute Gefühl intensiv werden, dreh den Gefühlsregel auf volle Leistung.

 

Tipp 2: Die kleine Auszeit

Was hast du im Urlaub getan, dass du dich erholen konntest? Womit hast du deine Zeit verbracht?

Lass ihn noch einmal Revue passieren, deinen schönsten Urlaub. Was war der entscheidende Moment? Wo konntest du dich richtig frei fühlen? Was hat dir Spaß gemacht?

Hast du es genossen, einfach nichts tun zu müssen? Wie wäre es, wenn du dir erlauben würdest, von den 24 Stunden, die dir am Tag zur Verfügung stehen, ¼ Stunde abzuzweigen, in denen du genau dies machst? Einfach nichts tun. Ohne schlechtes Gewissen?

Wenn du dir ganz klar darüber bist, was du wirklich brauchst, damit es dir gut geht, dann tue alles dafür, dass du davon zumindest kleine Einheiten in deinem Alltag hast.

 

Kümmere dich um deine Bedürfnisse. Es wird kein anderer für dich tun. Klick um zu Tweeten

 

Vielleicht kannst du es ja hinbekommen, dass du einen halben Tag in der Woche wirklich nur für dich hast? Ohne Verpflichtungen irgendjemanden gegenüber außer dir selbst.

Ich kann förmlich spüren, wie du beim Lesen meiner Worte zusammen zuckst und schon tausend Gründe findest, warum das ganz bestimmt nicht geht.

Hey, schmeiß diese Geschichten, die du dir so gerne erzählst, doch einfach mal über Bord. Wage es, anders zu denken.

 

Tipp 3: Sorge für ausreichend Schlaf

Darauf könnte ich wetten, dass du im Urlaub länger geschlafen hast. Dir vielleicht sogar einen Mittagsschlaf gegönnt hast.

Was als Schlaf ausreichend ist oder nicht, darüber kann man sehr kontroverse Dinge lesen. Offensichtlich gibt es keine allgemeingültige Regel.

Etwa 7 Stunden pro Nacht scheinen für sehr viele Menschen ein guter Wert zu sein. Wenn es weniger wird, dann erhöht sich die Anfälligkeit für Stress.

Wenn du es dir irgendwie einrichten kannst, dann ist ein „Power Napping“ zur Tagesmitte sehr zu empfehlen. 10 – 20 Minuten in der Mittagspause zu schlafen, erhöht die Leistungsfähigkeit in der zweiten Tageshälfte deutlich.

Ausreichend Schlaf hilft deinen Nerven zu regenerieren, so können sie mit Gelassenheit in stressigen Situation reagieren. Urlaubsfeeling im Alltag.

 

Ich wünsche dir viele entspannte Momente ohne Stress und voll Urlaubsfeeling.

Jutta

 

 

Was hast du für Erfahrungen gemacht? Wie kannst du dein Urlaubsfeeling in den Alltag retten? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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Jutta Marx

Achtsamkeit und Gelassenheit sind für mich die Schlüssel zu einem Leben in innerem Frieden. Es ist egal, was das Leben dir präsentiert - wenn du bei dir bleibst, in deiner Mitte bist, dann kannst du mit allen Herausforderungen besser fertig werden. Auch die - manches mal extrem herausfordernde - Kinderwunschzeit lässt sich so besser bewältigen. Zeig dem Stress in deinem Leben jetzt die rote Karte!

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