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Wie ich als Coach das Laufen lernte

Wie ich als Coach das Laufen lernte

Christina Emmer hat zu einer Blogparade aufgerufen (http://christinaemmer.de/blogparade/blogparade-21-tage-sichtbarkeits-challenge) und bittet um authentische, motivierende und inspirierende Erfolgsgeschichten. Ihre Einladung, auch einen Beitrag zu schreiben, warf für mich sofort die Frage auf „bin ich eigentlich schon erfolgreich“? Ich befinde mich auf dem Weg, um mein ganz großes Ziel zu erreichen. Noch bin ich nicht angekommen. Trotzdem habe ich, seit ich los gelaufen bin, bereits jede Menge kleine und große Erfolge erlebt. Es ist alles immer eine Sache des Blickwinkels. Doch urteile selbst …

Ich bin kein Coach – oder vielleicht doch?

Ich wollte nie Coach sein. Fühlte mich nicht dazu berufen, anderen zu erzählen, wie sie ihr Leben in den Griff kriegen können. Bis zu dem Tag, an dem ich verstanden habe, dass ein Coach alles Mögliche tut, aber auf keinen Fall derjenige ist, der auf alle Fragen des Lebens eine Antwort hat und dem anderen vorgibt, wie alles zu sein hat.

Heute weiß ich, ein Coach ist ein Trainer und Begleiter. Ein Weggefährte auf den manchmal verschlungenen, steinigen Pfaden des Lebens. Wenn man gerade den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht sehen kann, bewahrt der Coach den klaren Blick. Er gibt Impulse und lädt ein, einen neuen Blickwinkel auszuprobieren. Für eine gewisse Zeit übernimmt er die Rolle des persönlichen „Bergführers“ auf dem mitunter hügeligen Weg durchs Leben. Manchmal ist nur eine kurze Bergtour angesagt, ein anderes Mal eine mehrtägige Reise. Das eine Mal erscheint es passend mit anderen gemeinsam auf Tour zu gehen und ein anderes Mal macht es mehr Sinn, sich in schwierigem Gelände alleine mit dem Bergführer zu bewegen.

Was genau aber macht so ein Bergführer? Er plant die individuelle Tour zu dem benannten Gipfelziel, ist mit dem Zielgebiet vertraut, durch das er einen begleitet. Er macht frühzeitig auf schwierige Wegstrecken oder Herausforderungen aufmerksam und schlägt alternative Routen vor.

Seit ich diesen Blick auf die Aufgabe eines Coaches habe, will ich unbedingt Coach sein.

 

Raus aus dem Ehrenamt

Menschen begleite ich als ehrenamtliche Hospiz- und Trauerbegleiterin seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft. Dafür brenne ich. Doch ich wollte aus der Ecke des Ehrenamtes rauskommen und mit dem, was ich liebe, Geld verdienen. Wie kann das funktionieren?

Ausbildungen der unterschiedlichsten Art lagen bereits hinter mir. Ich beschloss 2015 ergänzend noch eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren. Jetzt wollte ich alles zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen und vom Amateur zum Profi werden, um möglichst viele Menschen zu berühren. Für mich begann mit dieser Entscheidung eine abenteuerliche Reise.

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Smartphone, Internet & Co

In der Vergangenheit hatte ich schon Meditationsgruppen geleitet, für die ich vor Ort mit Flyern geworben habe. Es war immer ein ausgesprochen mühsames Geschäft, auf diese Weise zu werben. Dass ich diesen Weg für mein Coaching-Business nicht gehen wollte, war mir klar. Neues musste ausprobiert werden.

Zu meiner Coaching-Ausbildung gehörte auch ein Teil mit geballtem Marketing-Wissen. Mir schlackerten die Ohren. Eine ganz klare Ansage war, dass ohne Internet heutzutage quasi kein Geschäft mehr zu machen ist. Und dass sich Coaching per Skype ganz hervorragend bewährt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich kein Smartphone, war nicht auf Facebook unterwegs und hatte auch noch nie etwas mit Blogs zu tun. Ich war quasi eine Art „Neugeborenes“ im Internet.

 

Kannst du dir vorstellen, was ich alles zu lernen hatte? Die fachliche Seite war kein Thema, das fiel mir leicht. Aber der Rest …….

 

Die Unerschütterlichkeit eines Kindes war gefragt

Ich fühlte mich wirklich oft wie ein Kind. Ständig ausprobieren, immer wieder aufs Neue. Ich erinnerte mich an die Zeit, als meine Tochter begann, sich vom krabbelnden Vierfüßler in eine aufrechte Haltung zu bringen. Dabei fiel sie immer und immer wieder hin. Bis sie lernte, sich aufzufangen, schlug sie oft schmerzhaft mit dem Kopf auf. Dann gab es Tränen und sobald die getrocknet waren, zog sie sich wieder irgendwo hoch. Der nächste Versuch. Unerschütterlich blieb sie damit. Bis sie eines Tages den Bogen raus hatte und einfach stand. Anfangs etwas wackelig und mit jedem Tag stabiler und sicherer. Erst noch mit festhalten und plötzlich mit dem entsprechenden Training ohne jede Hilfe.

So war es bei mir auf einmal auch wieder. Alles neu, wackelig und ungewohnt. Ich wollte mir eine neue Position erarbeiten, war das Marketing-Baby, dass sich so viel Neues durch ausprobieren aneignete. Niemals hätte ich erwartet, dass all dies so viel Zeit schlucken und so viel Energie binden würde. Es wurde ein Jahr des Lernens.

WordPress & Social Media

Ich lernte WordPress kennen, baute meine Seite auf und verbrachte etliche Stunden damit alles zu verstehen. Wie war ich aufgeregt, als meine Seite endlich fertig war und mein erster Blogartikel im Netz stand. Dachte, hoffte, dass dies jetzt der Durchbruch ist – doch nichts passierte. Niemand nahm meinen Artikel zur Kenntnis. Hmmm … Einerseits war ich erfolgreich, denn ich hatte wirklich ganz schön was geleistet. Andererseits fehlte noch die Resonanz im Außen.

Ich meldete mich bei Facebook an, entwarf eine Fanpage und begann eifrig zu posten. Doch auch hier passierte erst einmal gar nichts. Die Welt nahm von mir keine Notiz. Kein Wunder, denn so als Neuling auf Facebook startete ich ohne einen einzigen Kontakt. Es war erst einmal alles fremd und es kostete mich Überwindung, einfach mit völlig fremden Menschen Freundschaftsanfragen auszutauschen. Die Freunde „im echten Leben“ waren (und sind bis heute) alle nicht auf Facebook unterwegs. Da war ich sehr erleichtert, dass ich ziemlich bald drei Challenges entdeckte, bei denen ich teilnahm und dort habe ich die ersten Freundschaften geknüpft. Mit vereinzelten Teilnehmern entstand ein echter Austausch. Aus meiner Erfahrung heraus empfehle ich es gerne, an diesen Challenges teilzunehmen: Christina Emmer „werde sichtbar als Coach“, Karin Wess „die 21 Tage Challenge“ oder Sabine Piarry „die 21-Tage-Network-Challenge“.

Warum tue ich mir das an?

Warum tue ich das eigentlich? Diese Frage schlich sich immer wieder einmal ein, wenn ich das Gefühl bekam, dass ich nur noch arbeite, vor meinem PC vereinsame, aber keinerlei Erträge erzielte. Im Gegenteil, all diese Webinare zur Wissenserweiterung und die nötigen Programme, kosteten nicht nur meine Zeit, sie waren auch noch kostspielig.

Das waren die Momente, in denen ich mir das gute Gefühl zurückholen musste, dass ich immer habe, wenn ich mit Menschen arbeiten darf. Ich liebe es zu coachen und mein Herz gab mir die eindeutige Antwort, warum ich dies alles tue. Ich will gar nichts anderes tun. Und wenn ich noch viel mehr Menschen mit meiner Arbeit berühren will, dann geht es nicht ohne Marketing und Internetpräsenz. Und das will ich definitiv.

 

Mein Herz sagt mir, was ich tun soll, mein Verstand versucht mir zu sagen, was ich lassen soll. Klick um zu Tweeten

 

Webinare – die nächste Herausforderung

Webinare zu geben wurde mir empfohlen. Ok, dann probiere ich das aus. Was sich schon komisch anfühlte, kein Gegenüber zu haben, sondern nur einen Chatverlauf. Beim ersten Webinar bekam ich als Feedback, dass die Tonqualität lausig war. Hatte mir extra ein Headset gekauft dafür, aber das taugte nichts. Also habe ich mir ein ordentliches Mikro angeschafft. Und beim zweiten Webinar versagte dann die Technik komplett. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt. Musste abbrechen und anschließend bei den enttäuschten Teilnehmern um Entschuldigung bitten. Die negativen Beurteilungen konnte ich zum Glück löschen lassen. Die waren einfach nicht fair und trafen mich ziemlich.

Aber ich habe es gemacht wie meine Tochter – ich habe den nächsten Versuch unternommen und bin unerschütterlich geblieben. Und endlich hatte alles funktioniert. Die Bewertungen waren freundlich und die ersten Menschen trugen sich in meinen neu installierten E-Mail-Verteiler ein.

 

Die ersten sichtbaren Erfolge stellen sich ein

So langsam fühle ich mich in der Welt des Internet zu Hause. Ich begann mich in Facebook in verschiedenen Gruppen einzubringen und Kontakte zu knüpfen. Verteile meine Blogartikel in passenden Gruppen. Kommentiere bei anderen.

Und ganz langsam kommen immer mehr und mehr Kontakte in meine Freundesliste, die Likes auf meiner Fanpage werden mehr. Immer wieder tragen sich Menschen, die einen Blogartikel von mir lesen, in meine E-Mail-Liste ein. Über jeden einzelnen freue ich mich riesig. Ich bin noch nicht da, wo ich gerne hin möchte, dennoch bin ich voll Dankbarkeit, denn ich sehe, dass sich was bewegt und sowohl die E-Mail-Liste, als auch die Fangemeinde wächst.

Was war das für ein triumphaler Moment, als die erste Klientin mit mir Kontakt aufnahm, die mich übers Internet gefunden hat! Es funktioniert also doch.

Aufgeben ist keine Option

Noch habe ich mein großes Ziel nicht erreicht, aber ich weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist. Aufgeben ist für mich absolut keine Option – ich weiß ja nicht, wie nah ich meinem Ziel vielleicht schon bin. Ich bleibe dran. Unerschütterlich.

 

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Dazu ermuntere ich auch dich – folge deinem Herzen und lass dich durch nichts davon abhalten.

Sei unerschütterlich und gehe deinen Weg in aller Konsequenz weiter.

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Jutta Marx

Achtsamkeit und Gelassenheit sind für mich die Schlüssel zu einem Leben in innerem Frieden. Es ist egal, was das Leben dir präsentiert - wenn du bei dir bleibst, in deiner Mitte bist, dann kannst du mit allen Herausforderungen besser fertig werden. Auch die - manches mal extrem herausfordernde - Kinderwunschzeit lässt sich so besser bewältigen. Zeig dem Stress in deinem Leben jetzt die rote Karte!

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