Liebevoller Umgang mit mir selbst – die Basis für alles

Wie kann ein liebevoller Umgang mit mir selbst die Basis sein für alles? Ist das nicht ein bisschen hoch gegriffen? Kann dies wirklich die Basis dafür sein, ob ich glücklich bin oder nicht? Ob ich gesund bin oder krank? Ob ich voll Energie die größten Herausforderungen meistere oder kraftlos auf dem Sofa liege?

Und wie sieht ein liebevoller Umgang mit mir selbst eigentlich aus? Was ist darunter ganz konkret zu verstehen?

Diese Fragen drängten sich zu Beginn dieses Jahres unüberhörbar in mein Bewusstsein. Überall begegnete mir das Thema „Liebe“, egal, wo ich mich aufhielt. „Setz dich noch einmal damit auseinander“, die innere Stimme wird drängender, fordert mich immer und immer wieder auf. Was bedeutet es konkret, aus der Liebe heraus zu handeln und mir selbst liebevoll zu begegnen?

Meine Bedürfnisse erkennen

Liebevoller Umgang mit mir selbst kann in einem ersten Schritt heißen, meine tatsächlichen Bedürfnisse wahrzunehmen und mich darum zu kümmern, das zu tun, was notwendig ist, sie zu befriedigen. Nur ich selbst bin dafür verantwortlich.

Dafür muss ich immer wieder ziemlich gut hinschauen und in mich hinein fühlen. Was brauche ich wirklich? Was tut mir gut? Wie kann ich davon mehr in Leben holen?

 

Meine Nahrung mit Bedacht auswählen

Meinem Körper die optimal gesunde und unbelastete Nahrung in höchster Qualität und Frische zu gönnen, ist zutiefst liebevolles Handeln. Wenn ich durch die Auswahl der Dinge, die ich zu mir nehme, darauf achte, dass mein Körper mit allen Nährstoffen und Vitaminen versorgt wird, die er für seine wunderbare Arbeit braucht, sorge ich gut für mich.

Wenn ich erkannt habe, dass manche Substanzen, wie zum Beispiel Zucker, Alkohol, Nikotin oder Koffein, mir nicht gut tun, pflege ich einen liebevollen Umgang mit mir selbst, wenn ich sie nicht mehr länger zu mir nehme.

 

Meine Gedanken beeinflussen alles

Wachsam zu sein, was ich denke, ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum liebevollen Umgang mit mir selbst. Unsere Gedanken sind eine enorm machtvolle Energie, die Auswirkungen auf unser ganzes System haben. Jede einzelne Zelle wird durch unsere Gedanken beeinflusst. Du kannst dies sehr leicht ausprobieren.

Setz dich ganz normal auf einen Stuhl. Achte auf deine Körperhaltung und das Gefühl, das du gerade hast. Und jetzt denke an ein Ereignis in deinem Leben, das dich traurig gemacht hat. Wie verändert sich dein Gefühl und deine Körperhaltung?

Vermutlich bist du etwas in dich zusammen gesunken, deine Kopfhaltung ging Richtung Boden und die Mundwinkel nach unten.

Und jetzt dreh die Situation. Denke an einen Moment des Erfolges oder der tiefen Freude. Blitzartig wird sich dein Körper wieder aufrichten, die Schultern nach hinten gehen und der Kopf hält sich aufrecht.

Die Mundwinkel werden sich zu einem zufriedenen Lächeln oder breiten Strahlen verändert haben. Dein ganzer Körper vielleicht sogar leicht prickeln.

So schnell reagieren deine Zellen, deine Muskeln und Sehnen auf deine Gedanken. Immer. Egal, ob du dir dessen bewusst bist oder nicht.

 

Meine Gedanken sind mein Schicksal

Was denken wir so den ganzen Tag? Ist das wirklich liebevoll? Stoppen wir Gedanken, die uns nicht dienlich sind, sofort und denken neue, förderliche Gedanken? Was wäre, wenn wir auf unsere Gedankenhygiene ab sofort allerhöchsten Augenmerk legen?

Mal angenommen, Gedankenlesen wäre völlig normal, ist das, was dir durch den Kopf geistert, geeignet, von anderen wahrgenommen zu werden?

Oder stell dir vor, wenn sich wirklich jeder Gedanke augenblicklich manifestieren würde, ist das, was du denkst, wirklich das, was du erschaffen willst?

Ist das, was du denkst, von Liebe geprägt?

Nur noch die Gedanken zu verfolgen, die mir gut tun, ist ein Ausdruck von liebevollen Umgang mit mir selbst. Und in letzter Konsequenz auch für den liebevollen Umgang mit der gesamten Schöpfung.

 

Gib auf dich acht

Aus dem Talmund stammt diese Weisheit:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlung.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

 

Mit mir selbst gnädig sein

Wenn ich mir selbst liebevoll begegne, höre ich immer mehr damit auf, mich mit anderen zu vergleichen. Es geht nicht darum, ständig im Wettbewerb miteinander sein zu müssen. Jeder ist auf seine Weise einzigartig und bringt seine Talente und Fähigkeiten auf die Welt. Ich erkenne meine Einzigartigkeit an.

Immer wieder all das loslassen, wo ich mich noch für etwas verurteile, befreit mich und öffnet neue Räume. Mir selbst vergeben und meine eigene Unvollkommenheit annehmen.

Aufzuhören, mir selbst so viele „ich muss“ vorzugeben, ist ein nächster Schritt auf dem Weg zum liebevollen Umgang mit mir selbst.

Und in Konsequenz Immer öfter die Dinge zu tun, die mir Freude machen. Dort, wo ich die Dinge im Außen im Augenblick noch nicht ändern kann, ändere ich meine Einstellung zu den Dingen, damit es mir gut geht.

 

Mich unabhängig machen

Ich lass mich nicht länger von der Meinung und der Kritik anderer beeinflussen. Mache mich unabhängig davon.

Dafür gibt es einen wunderbaen Zaubersatz „Ich achte und respektiere dich, doch es ist mir vollkommen egal, was du über mich denkst.“ In den Situationen, in den ich mich sonst leicht verunsichern lasse, sage ich ihn immer wieder vor mich hin und er hilft mir zu einer inneren Stärke und Gelassenheit.

Innerlich unabhängig zu sein ist zutiefst liebevoll mir selbst gegenüber. Hier geht es zu einem kleinen Video zu diesem Thema.

 

 

Meine Verantwortung

Mir die Zeit zu nehmen, mich immer wieder mit neuer Energie zu versorgen, z. B. indem ich mich in die Meditation begebe, ist zutiefst liebevoll. Jeder hat so seine individuellen Ressourcen. Sie zu erkennen und konsequent zu nutzen, gehört zum liebevollen Umgang mit sich selbst.

Wenn ich einmal etwas als wahr erkannt habe, dann muss ich Konsequenzen ziehen, z.B.:

  • Nikotin schadet? Rauchen aufhören.
  • Person X zieht mich energetisch in den Keller? Kontakt einschränken
  • Nachrichten und der anschließende Krimi lassen mich schlecht schlafen? Kiste auslassen.
  • Schmerzender Körper wegen mangelnder Bewegung? Täglich eine kleine Übungseinheit durchziehen.

Meine Persönlichkeit ständig weiter zu entwickeln und immer wieder überprüfen, ob ich noch im Einklang mit meinen Werten handle ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum liebevollen Umgang mit mir selbst.

Verändern, was ich verändern kann. Neue Methoden erlernen, um meine Verhaltens- und Denkweisen zu verändern und bereits bekannte, wirksame Methoden konsequent anzuwenden ist ein Muss.

Nie aufhören zu hinterfragen, ob das, was ich gerade denke oder tue liebevoll ist.

 

 

Mein Umfeld

Liebevoller Umgang mit mir selbst heißt für mich auch, immer wieder dafür zu sorgen, dass ich mit Menschen zusammentreffe, die mich inspirieren, mit denen ich lachen kann und in deren Anwesenheit ich mich wohl fühle. Wegbegleiter, die mich unterstützen und fördern, aber auch herausfordern, meine Grenzen permanent zu erweitern. Freunde, mit denen ich über Gott und die Welt reden kann, mit denen ich mich gemeinsam weiter entwickeln und jeden Tag klarer und bewusster werden kann.

Menschen, die mir meine Zeit stehlen mit wiederholten, ständigen lamentieren über die böse, schlechte Welt und ihre eigene Machtlosigkeit, meide ich.

 

Meine Wahrheit

Mit Achtung und Respekt mit Mutter Erde und ihren Ressourcen umzugehen, sowie die ganze Schöpfung im Blick zu haben und anzuerkennen, dass alles, was ich tue und alles, was ich unterlasse, Auswirkungen hat auf die Welt, ist zutiefst liebevoller Umgang mit mir selbst.

Wir alle sind nicht losgelöst in dieser Welt unterwegs, sondern verbunden. Ich übernehme Verantwortung für die Auswirkungen, die meine Lebensweise auf die Umwelt hat.

Liebevoll mit mir selbst zu sein, fordert mich auch heraus, immer mehr auf meine innere Stimme zu hören und mich zu trauen, meinen ganz eigenen Weg zu gehen. Meine Wahrheiten nach außen zu tragen, wenn sie liebevoll sind und andere inspirieren könnten.

 

 

 

Einladung zum Austausch:

Was bedeutet es für dich, liebevoll mit dir selbst umzugehen? Welche Auswirkungen hat es auf dein Leben?

Lass uns voneinander lernen und berichte von deinen Erfahrungen und Gedanken.