Sind erfolgreiche Menschen zufrieden?

Kennst du Menschen, die du fragst, wie es ihnen geht und es kommt als Antwort „Ganz gut. Ich bin zufrieden.“? Oft ist die Körpersprache sehr deutlich. Die Schultern sind ein wenig hängend, alles ist etwas zusammen gesunken. Was war denn das für eine Information? Zufriedenheit. Hast du da einen glücklichen Menschen vor dir? Ist es jemand, der Energie und Lebensfreude aussendet? Sprichst du gerade mit einem erfolgreichen Menschen? Vermutlich nicht. Denn die haben ständig Ziele, auf die sie sich zubewegen und Projekte, die sie begeistern. Davon erzählen sie, versprühen Begeisterung und Tatendrang. Sie sind nie dauerhaft zufrieden mit dem was sie gerade erreicht haben. Es geht immer weiter.

 

Sprüche wirken wie Tretminen

Vielen von uns wird schon früh beigebracht, dass wir nicht immer mehr fordern dürfen, sondern dass wir zufrieden sein sollen, mit dem, was wir haben. Früh wird uns ausgetrieben, Ansprüche zu stellen „Kinder die was wollen, die kriegen eins auf den Bollen“ – wer kennt diesen Spruch noch aus Kindertagen? Dies ist einer von vielen Sprüchen, die unseren Erfolg torpedieren und wir kommen lange nicht drauf, denn sie sind ganz tief im Inneren vergraben und wirken unbemerkt. Wir möchten etwas erreichen, schaffen es nicht, denn etwas im Außen hat genau diesen vergrabenen Spruch aktiviert und schwupps, entfaltet er seine zerstörerische, blockierende Kraft.

Wenn so ein alter Spruch bei dir auftaucht, schreib ihn auf, überprüfe den Wahrheitsgehalt und wandele ihn dann ins Gegenteil um. Oder lass dich von einem Mental-Coach dabei unterstützen, die Tretminen zu entschärfen und positive, stärkende Glaubenssätze in dein System einzuschleusen.

 

Anerkennung ist Balsam für die Seele

Wenn wir keine Ansprüche stellen, hübsch bescheiden bleiben, dann sind wir brav, werden gelobt und bekommen vielleicht die Anerkennung, die wir so dringend brauchen. Also haben wir uns rasch abgewöhnt, viel zu fordern.

Wer keine Ansprüche hat und zufrieden ist, begehrt nicht auf, stellt keine Forderungen und ist leichter zu lenken. Kein Wunder, dass „Hauptsache zufrieden“ so weit verbreitet ist und als anerkennenswertes Ideal gilt.

 

Ziele haben wir seit unserer Geburt

Als wissbegierige, neugierige Menschen kommen wir zur Welt. Wir sind nicht damit zufrieden, auf dem Rücken zu liegen und in den Himmel zu schauen. Wir beginnen zu entdecken, wofür wir unsere Arme und Beine haben, beginnen sie zu erkunden und zu benutzen. Krabbeln lernen wir, weil wir etwas sehen, wo wir uns hinbewegen wollen.

Wir sind nicht zufrieden, dass wir gelernt haben zu sitzen, nein jetzt wollen wir krabbeln und dann laufen. Wir lernen sprechen, schreiben und lesen. Es geht weiter, immer weiter. Haber wir das eine Ziel erreicht, nehmen wir das nächste in Angriff.

 

Zufriedenheit und Sattheit setzt ein

Doch im Laufe des Lebens setzt irgendwann dieses „ich bin zufrieden“ ein und wir hören auf, neue Ziele zu formulieren. Uns für etwas zu begeistern, was wir noch nicht in unserem Leben haben. Und alle Hebel in Bewegung zu setzen, dies zu bekommen.

Denn wir haben es uns bequem gemacht in unserer Hängematte der Zufriedenheit. Manchmal schaukeln wir und sehen links und rechts etwas Interessantes, aber wir haben es doch gerade so bequem, sind ganz zufrieden und wer weiß, ob es dort auf der linken Seite auch so eine hübsche Hängematte gibt. Nein, bevor wir das Risiko eingehen, da könnte keine Hängematte auf uns warten, bleiben wir besser wo wir sind.

Denn eigentlich sind wir ganz zufrieden. Auch wenn irgendwann einmal der Rücken schmerzt oder Langeweile aufkommt. Ist schon ok, eigentlich nicht der Rede wert. Wir sind zufrieden mit dem Zustand. Träumen vielleicht vor uns hin, was alles noch sein könnte, bleiben aber hübsch in unserer Hängematte. Ist ja so vertraut.

 

Lebst du noch?

Doch was passiert, wenn wir auf einmal nicht mehr zufrieden sind? Wenn wir wach werden, feststellen, dass die Hängematte nicht mehr passt und wir keine Lust mehr haben auf Rückenschmerzen und Langeweile?

Dann kommt wieder Leben in die Bude. Wir suchen uns ein neues Ziel. Suchen nach dem Sinn im Leben. Nach etwas, was wir noch erreichen wollen, was bislang in unserem Leben gefehlt hat. Möchten Fähigkeiten entwickeln, die in uns stecken, aber die wir bislang nicht abgerufen haben.

Endlich wird wieder Wachstum möglich. Leben ist fortwährendes Wachstum. Schau dich in der Natur um. Jetzt im Juni ist alles so üppig und prall. Alle Pflanzen stehen voll im Saft, größer und prächtiger als im vergangen Jahr. Wenn Pflanzen aufhören zu wachsen, sterben sie.

Bei uns ist es nicht anders. Wenn wir aufhören, zu wachsen, uns zu entwickeln, dann sterben wir. Wenn unser inneres Wachstum nicht mehr möglich ist, dann sind wir wie Zombies. Wir sind noch am Leben, doch im Grunde nur der Körper. Es ist nur noch ein Warten darauf, dass auch er seine Funktion einstellt.

Willst du das? Nein, oder? Deshalb – schmeiße deine Zufriedenheit noch heute aus deinem Leben.

 

Ohne Ziele kein Leben

Verstehst du, was ich mit Zufriedenheit meine? Dieses einrichten in der Hängematte, die Bequemlichkeit und die Geschichten, die wir uns erzählen, warum wir unbedingt in dieser Hängematte bleiben müssen. Schwimm gegen den Strom und steige aus. Verschwende keine einzige Minute deiner kostbaren Lebenszeit mehr. Ändere deine Einstellung jetzt.

 

„Ändere deine innere Einstellung und die äußeren Umstände folgen.“ Klick um zu Tweeten

 

Setz dir neue Ziele. Was für einen Traum hast du? Welche Schritte kannst du tun, um diesen zur Realität werden zu lassen?

Wann immer du ein Ziel erreicht hast, dann schau zufrieden zurück. Ja, da ist die Zufriedenheit angebracht, denn sie ist in diesem Moment Ausdruck deines Stolzes über das Erreichte, die Anerkennung für deine Anstrengung. Der Moment des Genusses, des sich auf die Schulterklopfens – wunderbar. Du hast es geschafft. Und wenn dieser Moment ausgekostet ist, dann suche dir das nächste Ziel.

Die Hängematte der Zufriedenheit ist abmontiert. Du bist lebendig. Machst aus deinen Träumen Ziele. Und gehst Schritt für Schritt. Solange, bis du deine Träume verwirklicht hast.

 

Zufriedenheit raus – Dankbarkeit rein

Tausche deine Zufriedenheit ein

Glück und Glücksmomente

Glück und Glücksmomente, Fotolia

und kultiviere stattdessen Dankbarkeit. Wenn du dankbar bist für all das, was du in deinem Leben hast, dann holst du dir eine große Kraft an deine Seite. Und eine große Freiheit. Dankbar zu sein für das, was ich habe, verlangt von mir nicht, nicht mehr erreichen zu wollen. Wenn ich zufrieden sein muss, mit dem, was ich habe, dann begrenzt dies mein Wachstum.

 

Dankbarkeit ist Übungssache

Probiere es doch einmal aus, bei allem, was du isst und trinkst dankbar zu sein. Früher war es weit verbreitet, ein Tischgebet vor der Mahlzeit zu sprechen und die Nahrung zu segnen. Das ist ein wenig aus der Mode gekommen.

Reflektiere für einen Augenblick voll Dankbarkeit, dass hinter allem die lebensspendende Quelle allen Seins steht (wie auch immer du diese für dich benennst). Was war alles nötig, damit du jetzt einen wohl gefüllten Teller vor dir hast? Die Elemente Wind, Wasser und Sonne, all die Pflanzen, Tiere und Menschen. Die Kette ist sehr, sehr lang. Es ist gewaltig, wie viele Schritte nötig waren, dass es möglich wurde, deinen Teller zu füllen. Nichts davon, kein einziger Schritt, war selbstverständlich.

Schau doch mal, was passiert, wenn du dir einen Moment Zeit nimmst, dir bewusst zu machen, dass du aus der Fülle heraus lebst. Sei dankbar dafür, dass diese Nahrung dir zur Verfügung steht und deinen Körper optimal versorgen wird. Vermutlich wird sich dein Bewusstsein für die Wertigkeit deiner Nahrung verändern. Vielleicht wirst du aufmerksamer, ob das, was du zu dir nimmst, dir förderlich, nutzlos oder gar schädlich ist.

Kultiviere das Gefühl der Dankbarkeit für dein Leben, für alles, was ist und du holst dir eine mächtige Kraft in dein Leben, die dich darin unterstützt, deine Ziele zu erreichen.

 

Wage etwas Neues

Fordere dich immer wieder selbst heraus. Probiere etwas aus, was du noch nie im Leben getan hast. Lerne etwas Neues. Gehe an einen Ort, den du noch nicht kennst. Es muss nicht weit weg sein, Hauptsache unbekannt. Entdecke diesen Ort für dich. Vielleicht mit den Augen eines Kindes, das überall Wunder sieht.

Bleib hungrig und neugierig aufs Leben. Komm raus aus deiner Hängematte Zufriedenheit, kultiviere die Dankbarkeit und lebe das Leben, dass du dir wünschst, von dem du bisher nur geträumt hast.

 

Einladung zum Austausch:

Was hast du bisher noch nicht gewagt zu tun? Welchen Traum gibt es noch zu verwirklichen? Lass mich daran teilhaben und schreib davon im Kommentar.

 

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Bildnachweis: Fische gegen den Strom – Pixabay, Geralt, CCO / Frau im Abendlicht – Fotolia